Die bereits
im frühen Kindesalter auftretende Ataxie mit oculo-motorischer
Apraxie und Hypoalbuminämie Typ 1 (AOA1) ist eine autosomal-rezessive
zerebelläre Ataxie die gekennzeichnet ist durch oculomotorische
Apraxie, periphere Neuropathie und Hypoalbuminämie, häufig
verursacht durch Mutationen das Aprataxin-Gens (APTX) auf
Chromosom 9p13.
Die Ataxie
mit oculo-motorischer Apraxie vom Typ 2 (AOA2), auch bekannt als
rezessive spinozerebelläre Ataxie vom nicht-Friedreich Typ
1 (SCAR1), zeichnet sich im Vergleich durch das höhere durchschnittliche
Erkrankungsalter sowie eine progressive Ataxie der Laufbewegung,
distale Muskelschwäche, zerebelläre Dysarthrie, Störung
der Augenbewegung oder eine progressive distale Amyotrophie mit
Verlust der Vibrationssensorik. Die oculo-motorische Apraxie ist
bei dieser Form nicht unbedingt zu beobachten und kommt nur in ca.
50% der Fälle vor. Ursächlich für diese Form sind
häufig Mutationen des Senataxin-Gens (SETX) auf Chromsom
9q34.
