steht für:
Mitochondrial bedingte Myopathie, Enzephalopathie,
Laktat-Azidose und Schlaganfall-ähnliche
Episoden
Vererbung:
Ursächlich für MELAS ist in der Mehrzahl der Fälle
die Mutation A3243G im t-RNALeu(UUR) -Gen, das auf mitochondrialer
DNA kodiert ist. Die Weitergabe der Mutation erfolgt nach mitochondrialem
Vererbungsmuster, d.h. sie kann von Müttern auf alle Kinder
weitergegeben werden. Männer übertragen die Erkrankung
nicht.
Phänotyp:
MELAS ist eine Multisystemerkrankung, die typischerweise mit ersten
Symptomen in der Kindheit einhergeht. Neben einem Anfallsleiden,
Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit/Übelkeit kann muskuläre
Schwäche bei Laktatazidose das klinische Bild bestimmen.
Diagnostik:
Mutationen im t-RNALeu(UUR) -Gen werden durch DHPLC und Sequenzierung
nachgewiesen. Die Untersuchung sollte an mindestens zwei Geweben
erfolgen.
Untersuchungsmaterialien: EDTA-Blut, Mundschleimhautabstrich, Urin
(bitte nur nach Rücksprache)