Vererbung:
Ursächlich für MIDD ist in der Mehrzahl der Fälle
die Mutation A3243G im t-RNALeu(UUR) -Gen, das auf mitochondrialer
DNA kodiert ist.
Die Weitergabe der Mutation erfolgt nach mitochondrialem Vererbungsmuster,
d.h. sie kann von Müttern auf alle Kinder weitergegeben werden.
Männer übertragen die Erkrankung nicht.
Phänotyp:
Patienten mit MIDD entwickeln meist um das 35. Lebensjahr einen
Diabetes mellitus, der frühzeitig Insulinabhängigkeit
zeigt. Zusätzlich erleidet der Großteil der betroffenen
Personen eine Hochtonschwerhörigkeit. Weitere Symptome wie
z.B. Myopathie oder eine Kardiomyopathie können auftreten.
Diagnostik:
Die Mutationen im t-RNALeu(UUR) -Gen werden durch DHPLC und Sequenzierung
nachgewiesen. Die Untersuchung sollte an mindestens zwei Geweben
erfolgen.
Untersuchungsmaterialien: Blut, Mundschleimhautabstrich, Urin (bitte
Rücksprache)