Phänotyp:
nicht-syndromale sensorineurale Schwerhörigkeit,
assoziiert mit erhöhter Aminoglykosidtoxizität für
das Innenohr
Vererbung:
Ursächlich für die Aminoglykosid assoziierte Schwerhörigkeit
ist die Mutation A1555G im 12S rRNA-Gen, das auf mitochondrialer
DNA kodiert ist.
Die Weitergabe der Mutation erfolgt nach mitochondrialem Vererbungsmuster,
d.h. sie kann von Müttern auf alle Kinder weitergegeben werden.
Männer übertragen die Erkrankung nicht. Mutationsträger
weisen eine erhöhte Empfindlichkeit des Innenohres gegenüber
Aminoglykosiden auf, d.h. deren ototoxische Wirkung ist deutlich
gesteigert.
Diagnostik:
Die Mutation wird durch DHPLC und Sequenzierung nachgewiesen. Die
Untersuchung sollte an mindestens zwei Geweben erfolgen.
Untersuchungsmaterialien: EDTA-Blut, Mundschleimhautabstrich, Urin
(bitte Rücksprache)