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Myotilinopathie (LGMD1A)


Allgemeine Informationen

Myotilinopathie (LGMD1A)

Muskeldystrophien sind eine klinisch und genetisch heterogene Gruppe primär degenerativer, progressiv verlaufender Muskelerkrankungen. Das Manifestationsalter der Erkrankung ist sehr variabel. Die Klassifikation der vielen Formen der Muskeldystrophien erfolgt heute zumeist auf Grund ihrer defekten Genprodukte und der Vererbungsmuster. Eine Untergruppe der Muskeldystrophien stellen die Gliedermuskeldystrophien (limb girdle muscular dystrophy, LGMD) dar. LGMDs werden in autosomal dominante (LGMD1A-1D) und rezessiv (LGMD2A-J) vererbte Formen unterteilt.
Die Myotilinopathie (LGMD1A) ist eine autosomal dominant vererbte Gliedergürteldystrophie. Sie wird verursacht durch Mutationen im Myotilin (MYOT/ehemals TTID) Gen auf Chromosom 5q31. Der Verlust von Myotilin führt zudem zu allelischen Formen der LGMD1A, zur myofibrillären Myopathie und zur spheroid body Myopathie. Myotilin ist ein Sarkomerprotein, das hauptsächlich im Skelettmuskel, aber auch in geringer Konzentration im Herzmuskel exprimiert. Die Krankheit beginnt zwischen 40-75 Jahren mit Muskelschwäche in der distalen und proximalen Beinmuskulatur. In einigen Patienten wurden Cardiomyopathien, Atembeschwerden und periphere Neuropathien festgestellt. Bisher wurden insgesamt 5 Mutationen im MYOT-Gen beschrieben.
Für Mutationsanalysen im MYOT-Gens werden die 9 codierenden Exons mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) amplifiziert und unter Einschluss der konservierten Exon- und Intron-Grenzen direkt sequenziert.


Ansprechpartner

Dr. Gabriele Dekomien

Humangenetik
Gebäude MA 5
Ruhr-Universität
Universitätsstr. 150
44801 Bochum
Germany

Tel.: +49 234 32 25764
Fax: +49 234 32 14196

 


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