Neurofibromatose
Typ 1
Die Neurofibromatose
Typ I (Syn.: Neurofibromatose oder Morbus Recklinghausen, periphere
Neurofibromatose) ist eine vererbte Erkrankung, die vor allem Haut
und Nervensystem betrifft. Daher wird sie den neurokutanen Erkrankungen
zugeordnet.
Typische Veränderungen
an der Haut sind mehrere Café-au-lait-Flecken sowie Neurofibrome.
Im zentralen Nervensystem treten gehäuft Tumore verschiedener
Lokalisationen auf. Patienten können minderbegabt sein und
an epileptischen Anfällen leiden. Des Weiteren sind regelmäßig
Augen und Knochen mitbetroffen.
Als Cafe-au-lait-Flecken
bezeichnet man etwa zentimeter große milchkaffefarbene Veränderungen
der Haut. Sie liegen im Niveau der Haut, können bei allen Menschen
auftreten und sind harmlos. Bei Menschen mit einer Neurofibromatose
Typ 1 treten sie gehäuft auf. Als Neurofibrom bezeichnet man
gutartige Tumoren, die von den Zellen der Schwannschen Scheiden
kleiner, in der Haut verlaufender Nervenfasern ausgehen.
Die Neurofibromatose
wird durch eine Veränderung in einem Gen hervorgerufen, welches
normalerweise hemmend auf die Zellteilung Einfluss nimmt. Es kommt
daher zu überschießender Gewebsvermehrung und damit zu
den typischen Veränderungen. Die Diagnose wird meist anhand
des klinischen Bildes bereits in der Kindheit gestellt.
Da es sich
bei der Neurofibromatose Recklinghausen um eine genetische Erkrankung
handelt, ist eine Therapie, welche die Ursache beseitigt nicht möglich.
Es werden daher nur Veränderungen behandelt, die für den
Patienten störend oder gefährlich sind.
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